Welche Verhütungsmittel schützen vor Geschlechtskrankheiten?

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HIV, Hepatitis oder Chlamydien werden beim Sex übertragen. Hier erfahrt ihr, welche Verhütungsmittel euch sicher vor Geschlechtskrankheiten schützen.

Was sind Geschlechtskrankheiten?

Geschlechtskrankheiten sind Krankheiten, die bei sexuellem Kontakt übertragen werden. Sie können über Sperma, Vaginalsekret oder über Blut übertragen werden.

Zu den bekanntesten Geschlechtskrankheiten gehören HIV und Hepatitis, die durch Viren übertragen werden. Daneben gibt es aber auch Erreger, die über die Vulva oder die Vaginalwand in den Körper gelangen.¹ Dazu gehören unter anderem Gonokokken und Chlamydien.

Welche Verhütungsmittel schützen vor Geschlechtskrankheiten?

Die einzigen Verhütungsmittel, die sicher vor Geschlechtskrankheiten schützen, sind Kondome und Frauenkondome.

Beide sind sogenannte Barrieremethoden. Das heißt, dass sie die Spermien auffangen und dadurch verhindern, dass sie in die Scheide gelangen. Deshalb schützen sie sowohl vor Viren als auch vor anderen Erregern.

Schützt ein Diaphragma vor Geschlechtskrankheiten?

Diaphragma, Caya® und Verhütungskappe sind ebenfalls Barrieremethoden, die allerdings nur den Muttermund abdichten. Sie schützen daher nicht sicher vor Geschlechtskrankheiten.

Sie senken nur die Rate an Infektionen mit Keimen, die direkt im Muttermund ansiedeln können.² Dazu gehören zum Beispiel Chlamydien und Gonokokken.

Schützen Kondome und Frauenkondome vor allen Geschlechtskrankheiten?

Vor einigen Geschlechtskrankheiten schützen leider auch Kondome und Frauenkondome nicht, da sie durch Hautkontakt übertragen werden können.

Offene Stellen an der Leiste oder den Hoden können zum Beispiel Feigwarzen oder Syphilis übertragen. Hier helfen auch Kondome oder Frauenkondome nicht, weil sie diese Stellen nicht bedecken.³

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¹ Dr. med. Dorothee Struck (2015): Verhüten ohne Hormone
² Dr. med. Dorothee Struck (2015): Verhüten ohne Hormone
³ Dr. med. Dorothee Struck (2015): Verhüten ohne Hormone