#MyStory: Caro und die Hormonspirale

Die richtige Verhütung bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. In unserer Serie #MyStory nehmen uns wunderbare Frauen aus der Community mit auf ihren Weg zum passenden Verhütungsmittel. Heute mit Caro*, 26, und ihrer Erfahrung mit der Hormonspirale.

Ich kam eigentlich gut klar mit meiner Pille. Ich habe sie 8 Jahre genommen und mich in dieser Zeit an sie gewöhnt.

Trotzdem wollte ich irgendwann gerne ohne Hormone verhüten. Meine Gynäkologin empfahl mir die Hormonspirale: Diese sollte sehr viel weniger Hormone abgeben und nur lokal in der Gebärmutter wirken.

Ich war sofort überzeugt, setzte bei der nächsten Monatsblutung die Pille ab und ließ mir die Spirale Mirena für 5 Jahre einsetzen.

In den Wochen danach nahm ich stark ab und verlor büschelweise Haare.

Ich bekam Pickel am Haaransatz und auf dem Rücken. Das schob ich auf das Absetzen der Pille. Je mehr Zeit verging, desto mehr ist auch meine Lust auf Sex verschwunden. Nach einigen Monaten spürte ich einfach gar nichts mehr. Das schob ich auf meinen Stress im Studium.

Bei den nächsten Besuchen bei meiner Gynäkologin hatte ich regelmäßig eine neue Zyste in meinen Eierstöcken – „kein Grund zur Beunruhigung“. Bei einem Arztbesuch Anfang 2020 war eine der Zysten dann allerdings so groß wie eine Faust. Da die Gefahr bestand, dass eine so große Zyste sich um den Eierstock wickelt und ihn stranguliert, musste ich aufhören zu laufen und zu hüpfen.
Ich mache schon immer viel und gerne Sport und brauche das als Ausgleich zur Uni. Deshalb war diese Ansage für mich wirklich schlimm. Monat für Monat schlug ich wieder in der Praxis auf und hoffte vergebens, dass die Zyste geschrumpft oder verschwunden wäre.
Nach einem halben Jahr ohne Joggen und Tanzen war ich dann so verzweifelt, dass ich selbst anfing zu recherchieren. Was ich las, hat mich völlig geschockt.

Zysten sind eine der häufigsten Nebenwirkungen meiner Hormonspirale!

Auf diese Idee war ich bis dahin nicht gekommen und meine Gynäkologin anscheinend auch nicht.

Aber da war noch mehr: Haarausfall, Gewichtsverlust, Hautunreinheiten, Libidoverlust – als ich die Nebenwirkungen fertig überflogen hatte, hätte ich mir die Spirale am liebsten auf der Stelle selber gezogen.

Ich war einfach nur sauer über all die Nebenwirkungen, unter denen ich monatelang gelitten habe.

Zwei Wochen später hatte ich dann einen Termin bei einer anderen Ärztin und ließ mir die Spirale dort entfernen.
Nun lebe ich seit sechs Monaten ohne künstliche Hormone. Mein Zyklus hat sich eingependelt, meine Zyste ist verschwunden und mir geht es endlich wieder gut.

Das Schönste: Auch meine Lust auf Sex ist zurück!

Mein Freund und ich verhüten jetzt mit Kondom. Das war anfangs nur als Übergangslösung gedacht, funktioniert aber für uns beide so gut, dass ich nicht mehr auf eine andere Verhütungsmethode umsteigen möchte. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, meinen Körper und meine Bedürfnisse wirklich zu spüren.

*Name von der Redaktion geändert

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