#MyStory: Anne und der Hormonring

Die richtige Verhütung bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. In unserer Serie #MyStory nehmen uns wunderbare Frauen aus der Community mit auf ihren Weg zum passenden Verhütungsmittel. Heute erzählt Anne, wie sehr sie unter den starken psychischen Nebenwirkungen des Hormonrings litt und warum sie schlussendlich die Kupferkette als optimale Verhütung für sich entdeckt hat:

„Als ich das erste Mal eine Frauenarzt-Praxis betrat, war ich 22 Jahre alt und damit wohl eine Spätzünderin.

 

 Verhütung spielte in den Jahren davor keine Rolle für mich und so war die Aufregung groß, das Thema endlich anzugehen. Von den negativen Auswirkungen, die hormonelle Verhütungsmittel haben können, wusste ich nicht viel, aber ich hatte davon gehört.

Die Praxis verließ ich nach einem fünfminütigen Beratungsgespräch mit einem Rezept für den hormonell wirkenden Vaginalring – dies war die erste Methode, die mir vorgeschlagen wurde und ich war viel zu schüchtern, um weiter nachzufragen. Also nahm ich mir vor, mir keinen Kopf zu machen.

Hormonell verhüten, das macht doch jeder! Es würde schon alles gut werden.

Das wurde es aber nicht. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich kurz nach der Einlage des ersten Vaginalrings mit meinem Freund in den Urlaub fuhr. Wir waren ganz frisch zusammen und so war es mir umso peinlicher, als ich eines Abends plötzlich zu weinen begann. Warum, wusste ich nicht – es gab keinen Auslöser und ganz sicher hätte ich nicht daran gedacht, dies in irgendeiner Weise mit meinem Verhütungsmittel in Verbindung zu bringen.

Bis mir das endlich bewusst wurde, hatten die Nebenwirkungen schon fast meine Beziehung zerstört.

 

In den 20 Monaten mit dem Vaginalring zweifelte ich Tag um Tag mehr an mir, meiner Liebe zu meinem Freund und am Leben allgemein. Nach anfänglichen Nebenwirkungen wie ständiger Müdigkeit, geringer Belastbarkeit, Kopfschmerzen, grundlosem Weinen und einem Gefühl der zunehmenden inneren Leere, kamen die Panikattacken.

Es reichte ein Wort, ein Blick oder auch nur ein Gedanke – dann brach alles über mir zusammen. Wie oft mein Freund mich hielt, während ich hyperventilierte und die Augen so fest zusammenkniff, dass ich später kleine Hämatome auf den Lidern hatte, konnte ich irgendwann nicht mehr zählen.

Als ich begann, das Wichtigste zu verlieren, nämlich die Hoffnung auf eine schöne Zukunft, wusste ich, dass ich etwas verändern muss! Wie es der Zufall so will, stieß ich online auf einen Artikel, welcher sich mit der Kritik an hormonellen Verhütungsmitteln befasste. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Voller Motivation stürzte ich mich in die Suche nach der passenden hormonfreien Verhütungsmethode.

Schließlich stieß ich auf die Gynefix, die Kupferkette. Obwohl mir auch andere Methoden wie z.B. das Diaphragma sympathisch waren, passte die Kupferkette am besten zu meinen Bedürfnissen. Ich wollte weder an etwas denken noch auf etwas achten müssen. Zudem war mir die Spontanität super wichtig und Kondome passten einfach nicht zu unserem Sexleben. Somit stellte ich meinem Freund die Idee der Gynefix vor und nach anfänglicher Skepsis war er sofort bereit, mich zu unterstützen. 

Nur wenige Wochen später setzte ich den Vaginalring ab und ließ mir die Kupferkette einsetzen, was zugegebenermaßen wirklich schmerzhaft, es aber allemal wert war. Denn ab diesem Moment vor zwei Jahren wurde alles besser.

Mein Leben hat sich verändert und das nur ins Positive.

 

Grundlos geweint oder Panik hatte ich kein einziges Mal mehr. Auch die Kopfschmerzen und Müdigkeit sind verschwunden. Stattdessen fühle ich mich stark und selbstbewusst und wieder ganz wie ich. Es ist ein herrliches Gefühl – vor allem, da ich die Kupferkette wunderbar vertrage. Weder meinen Partner noch mich hat sie je gestört. Auch von verstärkter Regelblutung oder Schmerzen kann ich nicht berichten. Es ist wie ein wahr gewordener Verhütungs-Traum: Ich spüre meinen Körper wieder, bin glücklich und trotzdem zuverlässig vor einer ungeplanten Schwangerschaft geschützt. So hat sich alles zum Guten gewendet.

Mein Freund und ich haben uns übrigens letzten Sommer verlobt – wenn das kein Zeichen dafür ist, den richtigen Weg gewählt zu haben!“

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