Weil du stillst
Bild zeigt Frau bei LAM-Methode

LAM-Methode

Wie oft dran denken?

Jeden Tag

Was kostet das?

Nichts

Wie sicher ist das?

Von 100 Frauen, die in den ersten 6 Monaten nach der Geburt damit verhüten, werden 2 schwanger

Beschreibung

Die LAM-Methode ist eine natürliche Verhütungsmethode. Sie funktioniert zeitlich begrenzt bei Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben und stillen. Damit die Methode sicher schützt, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

LAM steht für Laktations-Amenorrhö-Methode. Laktation steht für den Zusammenhang mit dem Stillen. Amenorrhö bedeutet, keine monatliche Blutung zu haben.

Wie funktioniert die LAM-Methode? Die LAM-Methode nutzt die natürliche Wirkung von Stillen auf die Fruchtbarkeit. Damit sie als sichere Verhütungsmethode funktioniert, müssen alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Frau hat nach der Geburt noch keine Menstruation gehabt
  • Das Baby ist jünger als sechs Monate
  • Das Baby wird komplett gestillt. Es erhält keine andere Nahrung und keine andere Flüssigkeit
  • Das Baby wird Tag und Nacht regelmäßig gestillt. Tagsüber mindestens alle vier Stunden, nachts spätestens alle sechs Stunden, insgesamt mindestens 65 Minuten pro Tag mit mindestens fünf Brustmahlzeiten

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, schützt die LAM-Methode in den ersten sechs Monaten nach einer Geburt mit 98-prozentiger Sicherheit vor einer Schwangerschaft. Wenn das Baby nach den ersten sechs Monaten weiter in vollem Umfang gestillt wird und die Frau keine Menstruation bekommt, schützt die Methode mit 92-prozentiger Sicherheit vor einer Schwangerschaft.

Für wen ist die Verhütung mit der LAM-Methode geeignet? Die LAM-Methode ist für Frauen geeignet, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben und es stillen. Wichtig ist, dass sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. 

Für wen ist die Verhütung mit der LAM-Methode nicht geeignet? Die LAM-Methode ist nicht geeignet für Frauen, die nicht stillen können, wollen oder sollten. Dazu gehören zum Beispiel Frauen, die bestimmte Medikamente einnehmen, oder Frauen mit einer HIV-Infektion ohne antiretrovirale Therapie. Ohne antiretrovirale Therapie besteht das Risiko, den Virus durch Stillen auf das Baby zu übertragen. Mit antiretroviraler Therapie sinkt dieses Risiko deutlich von 14 Prozent  auf unter ein Prozent.

Wenn das Baby nicht von der Brust trinken kann, ist die LAM-Methode ebenfalls nicht geeignet.

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Vorteile

  • Keine Hormone

  • Kostengünstige Methode

  • Keine Vorbereitung und keine Ausstattung nötig

Nachteile

  • Sicherheit sinkt ab 6 Monate nach Geburt deutlich

Mögliche Nebenwirkungen

  • Diese Methode hat keine Nebenwirkungen

Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können nicht die professionelle Beratung einer Ärztin und/oder Apothekerin ersetzen.

Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbstständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.